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Rendering einer Detailaufnahme der Fassade eines Hochhauses mit grossen Fensterfronten. Im Innern sieht man diverse Menschen bei Alltagstätigkeiten.
Ein Rendering eine belebten autofreien Strasse mit Menschen an Tischen und Gebäuden zu den beiden Seiten.
Rendering eines Gemeinschaftsraumes zum Musizieren
Rendering eines Gemeinschaftsraumes zum Waschen

Projekt Pi

An der Baarerstrasse in Zug entsteht mit dem Projekt Pi, ein Hochhaus in Holzbauweise. Das Projekt verbindet preisgünstigen Wohnungsbau und nachhaltige Bauweise. Pi ist ein Pionierbau: Seine Konstruktion ist erstmalig für die Schweiz und sein Konzept der vertikalen Nachbarschaften eröffnet neue Formen des Zusammenlebens.

Themen

Wohnraum für alle

Das Holzhochhaus Pi im Zuger Guthirtquartier verbindet preisgünstiges Wohnen mit nachhaltiger Bauweise. Mit 183 erschwinglichen Wohnungen und einem innovativen Konzept der «vertikalen Nachbarschaften» schafft Pi Raum für Gemeinschaft und Lebensqualität. Dabei bleibt es der Tradition des Quartiers treu, in dem Arbeiten und Wohnen eng miteinander verbunden sind. Dank einer kostenorientierten Mietstruktur wird Pi für viele Menschen erschwinglich und bietet sowohl langjährigen Quartierbewohnern als auch Neuzuzügern auch ein Zuhause.

Im Zuger Guthirtquartier siedelten sich ab 1900 zahlreiche Industrie- und Gewerbebetriebe an. Diese benötigten nicht nur Strassen- und Schienenanschluss, sondern auch bezahlbaren Wohnraum für ihre Mitarbeitenden. Davon zeugen bis heute die Wohnanlagen zwischen Metall- und Göblistrasse. Über die Jahrzehnte sind die meisten Betriebe in die Peripherie gezogen. Die V-ZUG ist geblieben und baut nun eine neue, «vertikale» Fabrik auf mehreren Etagen. Ein Teil des ehemaligen Fabrikgeländes wird dadurch frei für ein neues Stadtviertel, den Tech Cluster.

Vor 100 Jahren konnte hier noch auf der grünen Wiese gebaut werden. Heute ist Baugrund rar geworden. Um sparsam mit ihm umzugehen, hat die Stadt ein Hochhausreglement erlassen, das hier Gebäude bis zu einer Höhe von 80 Metern vorsieht – ein städtisches Format, welches Platz für viele Wohnungen bietet. Mit dem Bebauungsplan GIBZ wird die erforderliche Verdichtung ermöglicht und auf dem Geviert können über 220 Wohnungen realisiert werden.

In den Nachkriegsjahren galten Hochhäuser als schnelle Lösung, um mehr Wohnraum zu schaffen. Oft waren sie jedoch als wenig attraktive «Wohnmaschinen» konzipiert, weshalb Wohnen im Hochhaus in der Schweiz lange Zeit unbeliebt war. Erst die Verknappung des Baugrundes und neue Qualitätsstandards haben die Hochhaus-Idee wieder attraktiver gemacht. Der Vorteil der Flächeneffizienz wurde in neueren Projekten aber leider oft durch übergrosse Wohnungen gemindert, sodass Wohnen im Hochhaus oft nur wenigen vorbehalten blieb.

Im Tech Cluster wird eine andere Strategie verfolgt, um der Wohnungsknappheit in Zug entgegenzuwirken: Hier wird ein Gebäude geplant, das Platz für viele bietet und preisgünstigen Wohnraum schafft. Zudem soll das Hochhaus verantwortungsvoll gebaut werden, keine Ressourcen verschwenden und den Bewohnern hohe Wohnqualität bieten.

«Seit bald 60 Jahren engagieren wir uns für den gemeinnützigen Wohnungsbau. Unsere Vision des ‘zusammen leben statt nebeneinander wohnen’ deckt sich im Konzept der vertikalen Nachbarschaften des Hochhauses Pi.»
Esther Keiser, Geschäftsführerin GEWOBA

Da im Quartier Arbeiten und Wohnen schon immer zusammengehörten, werden allein durch den Tech Cluster im Geviert von Baarer-, Göbli- und Industriestrasse 180 neue Wohnungen realisiert. Mit dem Holzhochhaus Pi entsteht ein Quartier mit zehn Nachbarschaften, das gemeinschaftliches Wohnen fördert. Die Wohnungen sind gross genug zum Wohlfühlen, aber kompakt, um die nötige Verdichtung umzusetzen.

Rund 70 % der Wohnungen werden preisgünstig vermietet und richten sich nach dem Prinzip der sog. «Kostenmiete». Dieses Modell ist im Wohnraumförderungsgesetz (WFG) festgelegt. Die Mietpreise werden durch eine kantonale Verfügung bestimmt. Diese Wohnungen erfüllen alle Anforderungen des (WFG) und sind barrierefrei geplant. Haushalte mit geringem Einkommen und Vermögen können damit durch Beiträge des Kantons unterstützt werden (Subjekthilfe).

Die preisgünstigen Wohnungen werden von institutionellen Vermietern übernommen. Die Pensionskasse und der Wohlfahrtsfonds der V-Zug planen den Kauf von 90 Wohnungen. Die Zuger Genossenschaft GEWOBA plant den Kauf von 70 Wohnungen.

So wird attraktiver Wohnraum in einem Preissegment geschaffen, das vielen ermöglicht, in Zug zu bleiben und auch jungen Leuten die Chance auf eine erschwingliche erste Wohnung bietet.

Eine historische Flugaufnahme zeigt das im Guthirt Wohnen und Arbeiten im Quartier Tradition hat.
Wohnen und Arbeiten in einem Quartier hat im Guthirt Tradition.
Ansicht Hochhaus Pi, wie es sich in das Quartier eingliedert.
Dank dem Hochhaus entstehen auf wenig Platz 180 hochwertige Wohnungen, 70% davon zu preisgünstigen Mieten.
Ansicht der Piazza zu der sich jeweils drei Geschosse öffnen.
Die Piazza: der Dorfplatz einer vertikalen Nachbarschaft.

Ein Hochhaus mit zehn Quartieren

Statt anonyme Etagenflure bietet Pi «vertikale Nachbarschaften», in denen Gemeinschaft und Begegnung im Mittelpunkt stehen. Je zwanzig Wohnungen sind zu einem kleinen Quartier mit zentraler Piazza zusammengeschlossen – einem Ort für Austausch und gemeinsames Leben. Mit vielseitigen Gemeinschaftsräumen und grossen Terrassen schafft Pi lebendige Wohnqualität und zeigt, dass Nachbarschaft auch in der Höhe funktionieren kann.

Wer an preisgünstigen Wohnbau und Hochhäuser denkt, hat oft Bilder von kahlen Gängen und dicht aneinander gereihten Wohnungen im Kopf. Pi verfolgt jedoch einen anderen Ansatz. Das Gebäude stapelt nicht einfach Wohneinheiten in die Höhe, sondern schafft zehn Quartiere, in denen gelebt werden kann. Das Schlüsselwort lautet «vertikale Nachbarschaften». In Pi spielt sich das Leben nicht nur in den eigenen vier Wänden ab, sondern auch im Raum vor den Wohnungen. Dafür sind in Pi jeweils zwanzig Wohnungen über drei Etagen zu einer vertikalen Nachbarschaft zusammengefasst. Die Wohnungen öffnen sich nach innen zu einem offenen, zentralen Bereich, der von den Architekten «Piazza» genannt wird. Der Name verweist auf die Erwartungen an diese Räume: Man soll sich wie in einem Quartier einer italienischen Stadt begegnen, austauschen und verweilen.

«Die vertikale Reihe von sehr attraktiven Plätzen wird die Leute aus den Wohnungen herauslocken.»
Monika Sprecher, Beraterin für Baugenossenschaften

Neben einer Vielfalt an Wohnungstypen zeichnet sich das Projekt Pi durch Gemeinschaftsangebote aus, die die unterschiedlichen Bedürfnisse der Bewohner ansprechen. Die dreigeschossigen «Piazze» in der Gebäudemitte fördern das Zusammenleben der Bewohner und mindern die vertikale Trennung und Anonymität zwischen den Geschossen. Jeder Piazza wird eine spezifische Nutzung zugewiesen. Um eine soziale Durchmischung zwischen den Nachbarschaften zu fördern, sind jedoch alle Piazze für alle Bewohner zugänglich. Die Piazze bieten ein breites Raumangebot, das die Nutzungsmöglichkeiten der einzelnen Wohnungen stark erweitert: Geplant sind Räume zum Spielen für kleinere Kinder, ein Familiengarten, eine Bibliothek, eine Spielothek, Räume für Werken und Basteln, für Kultur und Musik, für Bewegung oder Wellness, Fitness und ein Wintergarten. Zudem gibt es grosszügige Waschräume mit Tageslicht und Platz für Kinderwagen. Anders als bei den weitverbreiteten Laubengängen nehmen die Piazze als Innenräume den Wohnungen weder Aussicht, Belichtung noch Privatsphäre.

Zusätzlich öffnet sich das Hochhaus Pi in drei Nachbarschaften über gemeinschaftliche zweigeschossige Terrassen auch nach aussen und ermöglicht den Bewohnern so das Verweilen an der frischen Luft, beispielsweise beim gemeinsamen Grillen.

Die Piazze werden besonders in den ersten Jahren aktiv betreut, um ihre regelmässige Nutzung sicherzustellen. Ein sogenannter Siedlungscoach und ein Betriebsleiter werden die Nutzung der unterschiedlichen Räume betreuen. Die Investoren sind bereit, hierfür einen jährlichen finanziellen Beitrag zu leisten.

Das Projekt Pi soll beweisen, dass sich auch in Hochhäusern funktionierende Nachbarschaften entwickeln können. Das Gebäude soll räumliche Angebote für soziale Interaktion schaffen, Begegnungen fördern und Gemeinschaft unterstützen. Gleichzeitig führt Pi die vielfältige Tradition der Arbeiterwohnbauten im Quartier auf zukunftsweisende Weise fort.

 

Die Skizze eines Gebäudequerschnitts. In den einzelnen vertikalen Nachbarschaften sind unterschiedliche Szenarien wie eine Bibliothek, ein Yogaraum oder ein Spielplatz angedacht.
Zehn Quartiere, zehn Angebote für die Bewohnerinnen und Bewohner von Pi

Das Guthirtquartier erhält ein neues Zentrum

Das Holzhochhaus Pi bringt moderne Architektur ins traditionsreiche Zuger Quartier Guthirt und schafft zugleich neue Begegnungsräume für die Nachbarschaft. Durch seine abgestufte Form öffnet es den Aussenraum und bietet im Erdgeschoss Platz für Begegnungen und gemeinsames Verweilen.

Das Holzhochhaus Pi und das Quartier Guthirt stehen in vielfältigen Beziehungen. Pi verdankt seine Form von vier abgestuften, nach unten schrittweise kleiner werdenden Segmenten dem Bezug zum Quartier. Dadurch, dass sich Pi nach unten verjüngt, wird der Aussenraum rund um Pi grösser. Und die Oberkante des ersten Segments nimmt Bezug zur Höhe der Bauten der Umgebung. Damit fügt sich Pi elegant ins Quartier ein, ohne seine Modernität zu verstecken oder die Dimensionen, die für das Zug von Morgen in dieser Gegend vorgesehen ist, zu verleugnen.

Denn Guthirt und Moderne, das hat Tradition. In diesem Quartier nördlich von Alt- und Neustadt, hat der Zeitgeist stets seinen Ausdruck gefunden. Hier wächst Zug seit über 100 Jahren. Hier wurde Korn gemahlen, Glühlampen, Bürsten oder Kisten fabriziert, hier wurde Kirsch destilliert, Margarine gekocht, der Holzvergaser entdeckt sowie Kinder- und Puppenwagen produziert. Entsprechend fand die Moderne auch stets Ausdruck in den Bauten des Quartiers: Mit der ersten Autogarage zwischen Zürich und Luzern (Garage Keiser, Baarerstrasse 50), der ersten Zuger Kirche der Moderne (Pfarrei Gut Hirt, Architekten Alois Stadler/Walter F. Wilhelm, 1936-1937), sowie dem ersten Hochhaus in der Stadt (Baarerstrasse 122, Architekten Heinrich Gysin/Walter Flueler, 1956-1960). Und jetzt mit dem ersten Hochhaus der Schweiz mit einem Tragwerk aus Holz.

«Das neue Hochhaus ist kein abstrakter Glaskörper, sondern zugänglich, durchlässig und einladend.»
Martin Kostelezky, Duplex Architekten

Das Hochhaus Pi fügt sich nicht nur harmonisch ins Quartier ein, sondern bereichert die Umgebung aktiv. Die durch die Verjüngung des Baukörpers gewonnene Fläche im Erdgeschoss soll dem Quartier zugutekommen und als fehlender Treffpunkt dienen. Geplant sind ein Bistro, ein Quartiercafé, eine Kita und eine weitere publikumsorientierte Nutzung. Besonders auf der Hofseite entsteht ein wohnlicher, begrünter Aussenbereich, der zusammen mit dem öffentlich zugänglichen Dachgarten des Kitagebäudes zum Verweilen und zu Begegnungen einlädt.

Historische Ansicht der Kiche Guthirt
Guthirt und Moderne: das hat Tradition (Kirche Guthirt, 1936–1937)
Ansicht Bau Projekt Pi, Eingliederung in die Baarerstrasse
Alt und neu verweben sich im Quartier und schaffen neue Qualitäten
Projekt Pi mit Erdgeschoss als Begegnungszone
Pi wird zum Erdgeschoss schmaler und eröffnet so viel Freiraum fürs Quartier

Pionierbau für Nachhaltigkeit

Das Hochhaus Pi setzt neue Massstäbe im nachhaltigen Bauen. Mit Holz als Hauptbaustoff, innovativen Konstruktionstechniken und einem integriertem Energiesystem reduziert Pi seinen CO₂-Fussabdruck erheblich.

Wie baut man ein nachhaltiges Hochhaus, wenn die typischen Materialien Beton und Stahl, die beim Hochhausbau verwendet werden, die Umwelt zu sehr belasten? Könnte Holz als nachwachsender Rohstoff, der zudem CO2 speichert, einen Weg eröffnen, um den CO2-Fussabdruck von Pi zu reduzieren?

Holz hat sich in den letzten Jahrzehnten als Baustoff für mehrgeschossige Gebäude etabliert. Doch ein Hochhaus mit Holzkonstruktion? Ein Team von Implenia, Ingenieuren von WaltGalmarini und Forschern der ETH um Andrea Franci fand dafür Lösungen: Eine innovative Holzflachverbunddecke mit minimalem Betoneinsatz und ein stabiles Tragwerk aus Buchenholzrahmen, das durch einen äusseren Rahmen zusätzlich versteift wird. Diese Konstruktion reduziert den Einsatz von Stahl und Beton erheblich. Dank Vorfertigung und Trockenbauweise bei Verbunddecken, Tragwerk, Fassadenelementen und Erschliessungskern reduzieren sich mit dieser Konstruktion zudem Transportwege, Lärmemissionen und die Bauzeit: ein weiterer Bonus für Umwelt und Nachbarschaft.

«Aus unserem Streben nach optimaler Nachhaltigkeit ergeben sich interessante pionierhafte Lösungsansätze, die uns motivieren und anderen in ihrem Alltag weiterhelfen.»
Christina Annen, CEO Tech Cluster Zug AG

Verantwortungsvolles Bauen bedeutet, auch die Ökologie im Betrieb zu optimieren. Im Hochhaus Pi sorgen effiziente Isolation, Belüftung und die Wärmespeicherung des Holzes für einen niedrigen Energieverbrauch. Fotovoltaikzellen in der Fassade decken etwa ein Drittel des Strombedarfs, der Rest kommt aus dem Multi-Energy-Hub des Tech Clusters, der erneuerbare Energien nutzt. So wird der CO₂-Ausstoss von Pi nahezu auf null reduziert.

Auch die Mobilität der Bewohnerinnen und Bewohner verbraucht Energie. Vom zentral gelegenen Hochhaus Pi aus sind öffentliche Verkehrsmitteln, Einkaufsmöglichkeiten und Arbeitsplätze in wenigen Minuten erreichbar, sodass ein Auto meist unnötig ist. Dank Carsharing und alternativen Mobilitätsangeboten sind für die 180 Wohnungen rund drei Dutzend Parkplätze vorgesehen.

Nachhaltigkeit hat aber nicht nur ökologische und ökonomische, sondern auch gesellschaftliche Dimensionen: Darum war Pi von Anfang an nicht auf Rendite getrimmt. Vielmehr wurde ein hoher Anteil preisgünstiger Wohnungen angestrebt. Hier soll es auch in Zukunft Lebensraum für eine breite Bevölkerung geben. Aber Pi soll nicht nur erschwinglichen Wohnraum ermöglichen. Dank dem Konzept der vertikalen Nachbarschaften, soll das Leben in Pi auch Freude machen.

Holzkonstruktion für das Tragewerk von Pi.
Pi wird von einer Holzkonstruktion getragen, eine innovative und nachhaltige Lösung.
Ansicht Multi Energy Hub, welches erneuerbare Energien nutzt.
Der Grossteil der Energie für Pi kommt aus dem Multi-Energy-Hub des Tech Clusters, der erneuerbare Energien nutzt.

Pi in Zahlen

28
Geschosse
70%
preisgünstiges Wohnen
283 ㎡
Gemeinschafts­räume
10
vertikale Nachbarschaften

Ein Blick in die Zukunft

Rendering einer Detailaufnahme der Fassade eines Hochhauses mit grossen Fensterfronten. Im Innern sieht man diverse Menschen bei Alltagstätigkeiten.
Pi aus der Nähe: Ein Quartier in der Vertikalen.
Ein Innenraum einer Wohnung mit grossen Fenstern und mit viel Holz. Ein Junge steht läuft auf den Balkon
Einblick in eine der preisgünstigen Wohnungen.
Ein Rendering eines Hochhauses in einem Quartiert in Zug.
Ansicht Feldstrasse.
Rendering einer Gemeinschaftszone einer Überbauung. Ein Mädchen fährt Scooter, eine Frau sieht man von hinten.
Blick in eine der Piazzen.
Reindering einer grossen Terasse eines Hochhaues. In den Innenräumen sieht man oben einen Mann am Computer, unten ist eine weitere Person bei Waschmaschinen.
Eine der zweigeschossigen Gemeinschaftsterrassen.
Ein Rendering eine belebten autofreien Strasse mit Menschen an Tischen und Gebäuden zu den beiden Seiten.
Öffentlich zugängliche Hof.
Auf der linken Seite des Renderings befindet sich das Hochhaus Pi in einem Quartier in Zug. Rechts sieht man eine Strasse mit weiteren Gebäuden.
Ansicht Baarerstrasse.

Häufig gestellte Fragen

Das Hochhaus Pi und der neue Bebauungsplan für das Gebiet GIBZ (Gewerblich-industrielles Bildungszentrum Zug) schaffen zusammen mit dem Tech Cluster Zug ein neues Stadtviertel in Zug. Es ermöglicht preisgünstiges Wohnen im sonst teuren Zentrum von Zug, und das in einem umweltfreundlichen und sozial nachhaltigen Gebäude. Mit dem Hochhaus Pi entsteht ein Platz, an dem man verweilen kann. Das Erdgeschoss des Hochhauses bietet Gewerbeflächen und Platz für ein Bistro. Im Nebengebäude wird eine Kita untergebracht und der Dachgarten wird öffentlich zugänglich.

Die Schweizer Raumplanung strebt nach Verdichtung. Es soll nicht weiter Bauland eingezont werden, sondern das bereits eingezonte Land besser genutzt werden. Daraus folgerte die Stadt Zug ihr Hochhausreglement, das an dieser Lage eine Höhe bis zu 80 Meter erlaubt.
Verschiedene Planungsbüros haben in mehreren Verfahren geprüft, ob das 80 Meter hohe Gebäude in das Stadtbild passt. Die Ergebnisse bestätigten die Machbarkeit und städtebauliche Eignung.

Die Form des Hochhauses Pi schafft im Erdgeschoss mehr Freifläche für das Quartier und bietet Platz für Begegnungen. Durch die leichte Verbreiterung in der Höhe erhält das Gebäude ausserdem einen einzigartigen Charakter und steigert die Attraktivität der Innen- und Aussenbereiche.

Nein, das Projekt Pi ist nicht auf Profit-Maximierung ausgelegt. Allein schon die verhältnismässig teure Bauweise mit Holz zeigt, dass Profit nicht die Motivation ist. Stattdessen geht es darum, möglichst viele günstige Wohnung zu schaffen und in ökologische und soziale Nachhaltigkeit zu investieren. Der Verkauf an gemeinnützige Wohnbauträger wie die Gewoba, den Wohlfahrtsfonds und die PK-V-Zug zeigt, dass es hier um langfristige Werte geht. Pi steht für Innovation und bezahlbares Wohnen.

Ähnliche Projekte zeigen, dass autoarme Wohnanlagen funktionieren. Das Hochhaus Pi liegt zentral und ist gut ans ÖV-Netz angebunden. Es wird davon ausgegangen, dass die Mieterinnen und Mieter die Autoverzichtserklärung akzeptieren. So wird dazu beigetragen, den Verkehr in der Umgebung zu reduzieren.

Die Mieterinnen und Mieter von Pi können Carsharing, Cargo-Bikes und E-Scooter nutzen. Fünf Parkplätze in der Tiefgarage sind fürs Carsharing reserviert, und es gibt ausreichend Stellplätze für Fahrräder und E-Scooter. Das Angebot wird ergänzt durch abschliessbare Veloboxen sowie Platz für Anhänger und Velo-Reparaturen.

Die Energie für Pi kommt vom Multi Energy Hub, einem intelligenten Energiesystem, das die Tech Cluster Zug AG und WWZ AG entwickelt haben. Es nutzt Grundwasser, Seewasser und Abwärme für Wärme und Kälte. Solaranlagen auf dem Dach und der Fassade liefern etwa einen Drittel des Stroms. Der CO₂-Ausstoss für Wärme und Kälte von Pi ist fast null.

Aktuell können sich Mietinteressentinnen und Mietinteressenten per Mail an pi@techclusterzug.ch wenden und sich so mit Vornamen/Name/Kontaktangaben auf eine Warteliste setzen lassen. Sie erhalten weitere Informationen, sobald diese vorhanden sind.